CrazySports Augsburg - das etwas andere Sportstudio
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Das etwas andere Sportstudio
Das etwas andere Sportstudio

Crazy Blog

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18.05.2019
Nadine Rebel
Keine Kommentare
Wer ein kleines oder mittelständisches Unternehmen/ Sportstudio betreibt, der verfügt mit Sicherheit auch über eine Geschäftsseite des Unternehmens beim großen blauen sozialen Netzwerk mit den 2 Buchstaben. Je stärker das Unternehmen von einer Person repräsentiert wird, umso schwerer fällt es interessierten Personen eine Trennung zwischen einem „Privat“-Profil und einer Unternehmensseite vorzunehmen. Viele wissen zudem nicht, dass man auch Unternehmensseiten per Messenger kontaktieren kann. Die Person, die das Unternehmen leitet, IST das Unternehmen. Man kontaktiert sie also gerne direkt, statt mit der Unternehmensseite „Kontakt“ aufzunehmen. Heute soll allerdings der Fokus gar nicht auf den Personen liegen, die wir mittels unserer Präsenz mit einer Unternehmensseite ansprechen wollen, sondern auf unseren Aufgaben als Seitenbetreiber/ Seitenbetreiberin. Was wir posten, repräsentiert unsere Tätigkeiten, zeigt unser Portfolio, soll den Kunden und Kundinnen, den Teilnehmern und Teilnehmerinnen zeigen, wie toll wir sind. Wenn wir die Erlaubnis haben, so posten wir hier natürlich auch Fotos der Teilnehmer und Teilnehmerinnen und zeigen, was man mit unserem Training erreichen, bei unseren Veranstaltungen erleben kann. Wir werben für unser Unternehmen und das ist gut so. Manchmal allerdings geht der Schuss nach hinten los. Dann nämlich, wenn man so stolz auf die Ergebnisse des letzten Trainings ist, dass einem als Trainer oder Trainerin gar nicht auffällt, dass die Posen für eine öffentliche Darstellung, die jedem zugänglich ist - gelinde gesagt - ungeschickt sind (selbst wenn man die Technik des Tricks dann gut erkennen kann). Oder aber man lässt sich öffentlich sichtbar auf unsinnige Diskussionen ein. Auch das passiert allzu schnell, irritiert aber viele Seitenbesucher nur. Es kommt immer mal wieder vor, dass eine Person meint, sich einen Scherz erlauben zu können, etwas unpassend kommentiert oder sich in sonstiger Weise nicht geschäftsfördernd verhält. Hier sollten wir als Seitenbetreiber schnell handeln: Kommentar löschen und eventuell den Urheber/ die Urheberin direkt kontaktieren und ihm/ihr erklären, warum man den Kommentar gelöscht hat. Alles Weitere hat auf einer Business-Seite nichts verloren. Als Seitenbetreiber repräsentiert man das Unternehmen. Selbst wenn der Firmenname vor dem Post steht, weiß meist jeder, wer hier antwortet. Eine Trennung zwischen privat und geschäftlich ist – wie bereits oben beschrieben – kaum möglich. Insofern sollten wir uns unserer Außenwirkung auch bei den Personen, die uns eventuell noch gar nicht so gut kennen, bewusst sein und dementsprechend als Seitenbetreiber auch handeln.
11.05.2019
Nadine Rebel
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Es gibt 1000 Gründe dafür, "heute" keinen Sport zu machen, diese reichen manchmal sogar für ein ganzes Jahr! Verfügbare Zeit für Sport im Jahresplan: Januar = Grippe/ ich muss mir erstmal klar werden, was ich dieses Jahr an Sport machen will Februar = Fasching, danach krank März, April = Ostern, Urlaub - danach krank Mai = Pfingsturlaub/ das Wetter ist schon zu schön, ich will nach draußen (vielleicht) Juni, Juli, August = im Sommer mache ich bestimmt was draußen/ Keine Zeit, treffe mich mit Freunden im Biergarten September = Oktoberfest, danach krank; Quartalsabschluss in der Arbeit, viel zu viel zu tun, das neue Schuljahr hat gerade begonnen, ich muss erstmal gucken, wie der Stundenplan der Kinder aussieht. Oktober - Grippe/ beginnender Jahresendstress in der Arbeit, Prüfungszeit in der Schule, ich muss mit den Kindern lernen November = Herbstferien, danach krank, einsetzender Weihnachtsvorstress, leichte Erkältungen, zu kalt Dezember = Weihnachtsstress, krank, Urlaub..... Training macht mit Motivation Spaß, doch manchmal fehlt diese. Das ist normal und nicht zu verurteilen. Doch wenn die Motivation fehlt, dann muss eben die Disziplin (kurzfristig) aushelfen. Eines muss jedem klar sein, der ernsthaft vorankommen möchte: Training bringt nur was, wenn man hingeht! Wochen nichts zu tun, um dann von den nicht eintretenden Fortschritten frustriert zu sein, ist nicht nur schlecht für's Gemüt, sondern auch für den Körper. Wer sich allerdings mit dem Jahresplan oben zufriedengibt, der kann auch aus voller Überzeugung behaupten: Wenn ich den Sport machen würde, dann wäre ich bestimmt besser als jeder andere!
19.04.2019
Nadine Rebel
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Egal wie viel Mühe es im Vorfeld gemacht hat, wenn das Ergebnis ein verbrannter Kuchen ist, so würde man diesen wohl nicht servieren. Der Gast/ Konsument sieht nur das Ergebnis - als Melange Was bekommt der Gast? Den Kuchen. Wie fühlt er sich, wenn wir ihm einen verbrannten Kuchen vorsetzen? Wohl kaum gewertschätzt.Vergeht ihm der Appetit oder wird der Konsument sagen: Aber der Boden war gar nicht so schlecht? Nein, er wird das Gesamtbild sehen. Wenn das Gesamtbild nicht passt, so kann man den Kuchen nicht servieren. Hat uns das Kuchenbacken keine Mühe gemacht? Natürlich! Haben wir den Kuchen mit dem Vorsatz gebacken, ihn verbrennen zu lassen? Sicher nicht. Was möchte uns der Autor damit sagen? Natürlich. Ich stelle auch keine misslungenen Versuche von mir ein. Ich kann keine Selfies (jedenfalls keine, auf denen ich nicht bescheuert aussehe). Viele meiner Bilder sind nicht perfekt, aber natürlich so, dass ich meine sie zeigen zu können. Und wenn ein Gemeinschaftsprojekt entsteht - im Studio, für die Bühne, als Film, für die Öffentlichkeit, dann müssen sich alle damit wohlfühlen. Im Studio enstehen viele Bilder beim Training. Als kleine Stolzeswährung für die Mühen, als Akt der Selbstdarstellung, als Hochachtung vor den teilnehmenden Personen, die sich darüber freuen. Zoom mir auf den Hintern Es wird keine "Guck mir in den Schritt" Bilder geben, selbst wenn man auf diesen manchmal die Technik der Figur am besten erkennen könnte. Aber das ist ein Anstands-Stil-No-Go! Wenn eine teilnehmende Person, ein Kunde oder eine Kundin jemals im "wahren" Leben mit diesen Ergebnissen des Training von einer realen Person konfrontiert werden würde, so soll kein Schamgefühl entstehen. So soll der Stolz lebendig bleiben. Ehrlicher Stolz, ehrliches Selbstvertrauen, basierend auf ehrlicher Arbeit. Deswegen werden auch viele Fotos vernichtet. Viele Versuche nicht veröffentlicht. Niemals steht hier der Anspruch der Perfektion im Vordergrund, denn wir sind Menschen und somit im Grunde eben nie perfekt. Die Arbeit war nie umsonst. Kein Training ist verloren! Wenn man sich aber mit dem Ergebnis nicht wohlfühlt, weil man nur eine verbrannten Kuchen zum Servieren hätte, so war das Training nicht umsonst, selbst wenn  den Kuchen nun niemand essen kann. Und selbst wenn die Trainerin der Meinung wäre, das Foto einer Kundin wäre toll, aber die Kundin eben nicht möchte, dass es veröffentlicht wird, dann stellt sich keine Frage und dann sollte sich auch nie eine Diskussion ergeben. Wenn die Kundin das Ergebnis als verbrannten Kuchen empfindet, den sie nicht essen möchte, dann kann die andere Person nicht darauf herumhacken, dass es doch so viel Arbeit im Vorfeld gewesen wäre.
12.04.2019
Nadine Rebel
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Oberflächlich betrachtet ist es ganz einfach: Wenn man sich eine Verwundung zuzieht, dann handelt man. Ganz gleich, ob man sich schneidet, sich aufschürft oder sich einen Reißnagel in die Ferse tritt. Der Körper mahnt uns mit einem akuten Schmerzempfinden und jeder normale Mensch reagiert darauf. Zunächst wird die Ursache gesucht und wenn möglich entfernt (Reißnagel aus der Ferse ziehen, Hand von der Herdplatte nehmen, nicht sofort wieder mit dem Ellenbogen an der Rauhputzmauer vorbeischrammen). Kein Mensch würde freiwillig mit einem Reißnagel in der Ferse einen begonnenen Marathon weiterlaufen.... Sofortmaßnahmen Dann sehen wir uns an, was mit uns passiert ist und entscheiden über weitere Maßnahmen (Selbstmedikation, professionelle Hilfe, beides). Danach helfen wir der Stelle, dass sie heilen kann: Wir versorgen die Wunde und achten darauf, dass sie vor weiterer Beschädigung geschützt wird und dass sie sich nicht entzünden kann. Wir halten die Wunde sauber und vermeiden es, Dreck in die Wunde zu bringen. Sichtbar und unsichtbar Das ist der Vorteil oberflächlicher Verwundungen: Man sieht sie. Dies gilt für die verwundete Person selbst, aber auch für die Umwelt. Trägt man ein Pflaster oder einen Verband, so ist einem die Aufmerksamkeit und die Mithilfe anderer fast sicher. Innerlich tragen wir keine Verbände. Dies gilt für Verletzungen der Seele ebenso wie bei Verletzungen der Organe oder der Nerven. Auch hier mahnt uns der Körper ziemlich frühzeitig mit einem akutem Schmerzempfinden, leider ignoriert man es nur allzu oft. „Wird schon wieder!“ – „Zähne zusammenbeißen“ – „Das darf man nicht so ernst nehmen.“ Weder suchen wir die Ursache, noch entfernen wir den Reißnagel umgehend, noch verbinden wir die Wunde und vor Dreck bewahren wir sie auch nicht. Dennoch erwarten wir, dass die Verletzung heilt. Von selbst. Ohne Zutun. Schließlich sieht man ja nichts. ZZ - Zelber Zuld Bei diesem Vorgehen ist es nicht verwunderlich, dass die Heilung nicht voranschreiten kann. Wenn zusätzlich Dreck (der überall vorhanden ist) in die Wunde gelangt, so ist es fast logisch, dass sich die Wunde entzündet. Kann man nun den Dreck dafür verantwortlich machen, dass er da ist? Nein! Es ist unser Umgang, der dem Dreck ermöglichte, sich in der Wunde breit zu machen und diese zu infizieren. Was kann man also mitnehmen? Auch innerliche Schmerzen (ganz gleich ob organisch, den Halteapparat betreffend oder seelisch) ernst nehmen. Die Wunde säubern und ihr beim Heilen helfen und nicht zuletzt darauf achten, Umweltdreck zu vermeiden.
23.03.2019
Nadine Rebel
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Realistische Motivation  Keep on moving - Egal auf welchem Level man gerade ist!   „Aber die anderen!“ – Die anderen sind besser, die anderen sind beweglicher, die anderen sind schöner und ich bin schlecht. Wir alle benötigen Anreize und Ziele, es kommt aber immer darauf an, wo man seine Ziele sieht und wie man sich die Ziele setzt. Ziele werden heute auch durch soziale Netzwerke und Fotos und Videos, die in diesen veröffentlicht werden, gesetzt. Sind das dann noch die eigenen Ziele? Und vor allem: Sind es realistische Ziele?  Blickrichtungen  Wir können nicht in die Zukunft sehen und das ist auch ganz gut so.  In Ermangelung des Wissens um das, was da noch kommt, legen wir häufig den Blick auf die Vergangenheit. Auch das kann gut sein, es kann uns aber auch ziemlich frustrieren. Die oben stehende Grafik verdeutlicht, wie sich Training häufig gestaltet. Wir beginnen (meist am Anfang!) und lernen neue Dinge. Es geht mit der Zeit vorwärts und wir freuen uns über unsere Fortschritte und versehen diese in unserem Kopf mit einem grünen Haken. Leider folgt auf ein Hoch (hier mit „Fortschritt“, oder „Glücksgefühl“, oder „Freude“, oder „nail the move“ bezeichnet) naturgemäß meist auch ein Tief („Rückschlag“, „Frust“, „eine Verletzung“, „Zeitmangel“).  In diesem Tiefs geht nicht nur scheinbar nichts mehr vorwärts, nein, oftmals haben wir sogar das Gefühl schlechter zu sein als noch ein paar Wochen/Tage vorher und uns zurück zu entwickeln. Wehmütig gucken wir zurück zum letzten „Hoch“ (Blickrichtung blau!) und fühlen uns auch noch bestätigt! „Ich war schon mal besser!“ – „Es geht nicht vorwärts, sondern rückwärts!“ – „Das hat ja wohl alles keinen Sinn!“. Wenn wir dieses Tief überwinden, dann geht es auch (fast ebenso naturgemäß) wieder aufwärts. Leider wiederholt sich das oben beschriebene Szenario nach (kurzer) Zeit erneut. Jetzt stellt sich die Frage, wie frustrationstolerant wir sind? Wen machen wir für unsere (kurzfristige) Stagnation verantwortlich?  Natürliche Entwicklung oder geringe Frustrationstoleranz? Sehen wir es als Bestandteil einer natürlichen Entwicklung oder werden wir die Flinte ins Korn, suchen die Schuld beim Trainer und dem Rest der Trainingsgruppe (die ja immer ALLE besser sind)? Wahres Training ist wie eine Ehe: In guten wie in schlechten Zeiten, mit dem Glauben daran, dass es auch wieder besser wird.
15.07.2018
Nadine Rebel
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„Der Weg ist das Ziel.“ –  „Wenn Du es eilig hast, lass’ Dir Zeit.“ – „Arbeite konzentriert.“ Alle diese Aussagen haben ihre Berechtigung und doch vernachlässigen sie einen wichtigen Aspekt des Weges und der Zeit: Respekt, Ästhetik und das Auskosten dessen, was gerade ist. Kraftreservenökonomie Was sehr kryptisch klingt, ist das Ergebnis von Beobachtungen beim Erlernen neuer Moves (an der Pole, im Hoop, beim Yoga, im Tanz). Vor dem geistigen Auge steht das Ziel des Endergebnisses. Ziel ist die Figur, der Move, der am Ende klappen soll. Auf dem Weg dorthin werden somit manchmal wichtige Punkte vernachlässigt oder vergessen. Das ist ganz selten böse Absicht, sondern vielmehr das Resultat des Zusammenspiels von Kraftreservenökonomie, Aufregung und mentaler Anspannung. Anfangs muss man sich die Kraft einteilen. Und da der Großteil der Kraft für die neue Bewegung zur Verfügung stehen soll, muss man eben schnell durch die Teilschritte hetzen. Unsicherheit attackiert Souveränität Dazu kommt die Anspannung, die Aufregung: Wird es klappen? Tut diese neue Figur weh? Brauche ich dafür Fähigkeiten, die ich jetzt noch nicht abschätzen kann: Abwesenheit von Angst, Flexibilität, Kraft in bestimmten Bereichen des Körpers? Diese Fragen verursachen Unsicherheit. Unsicherheit führt zum Verlust von Souveränität. Dieses Phänomen kann aber auch dazu führen, dass Tricks und Figuren, die Voraussetzungen für andere Figuren darstellen, auf einmal besser klappen, weil sie gar nicht mehr so sehr im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, sondern mitunter als „notwendiges Übel“ auf dem Weg zum eigentlichen Ziel gesehen werden. Wenn Teilschritte zur Selbstverständlichkeit werden Will man an der Pole beispielsweise eine Figur üben, deren Voraussetzung der Inside oder Outside Leg Hang, oder gar der Superman ist, so kann man beobachten, dass auf einmal die schmerzhaften Druckpunkte und die brennende Haut mental ausklammert. Ähnlich sieht es im Hoop aus: Lifts und Mounts, kraftraubende und manchmal verhasste Übel, werden auf dem Weg zur nächsthöheren Figur – im wahrsten Sinne des Wortes – einfach gemacht. Manchmal stellt man sogar fest, dass diese Figuren wie von Zauberhand besser funktionieren und wieder und wieder trainiert und ausgeführt werden, weil sie auf dem Weg zur Endfigur einfach sein müssen und eine Prämisse darstellen, an der man nicht vorbei kommt. Zwei Seiten Allerdings gibt es wie bei fast allen Dingen auch hier zwei Seiten. Die Wertschätzung dessen, was man so „nebenbei“ macht, kommt zu kurz. Der Respekt für den körperlichen Aufwand sinkt, was gestern noch als ein hochgestecktes Ziel galt, ist heute einfach nur ein Muss auf dem Weg zu einem neuen Ziel. Man entwickelt sich weiter, Ziele werden höher gesteckt, das Können und die Fertigkeiten nehmen zu. Und doch ist es den wichtigen Teilschritten gegenüber unfair. Jeder Schritt auf dem Weg zum Erfolg hat Respekt und Wertschätzung verdient. Der Fokus und das Selbstwertgefühl War man gestern noch stolz darauf, Figur A (endlich) geschafft zu haben, so scheint sie heute kaum mehr beachtet zu werden. Sie wurde auf dem Weg zum nächsten Ziel zur Selbstverständlichkeit. Nicht nur das, was in Zukunft vielleicht einmal sein kann ist wichtig, sondern auch das, was man schon erreicht hat, was man sich erarbeitet hat. Legt man den Fokus nur auf noch zu erreichende Ziele, so wird man immer mit dem Gefühl der Unzulänglichkeit zurückgelassen. Und da es zu Beginn des Trainings neuer Figuren normal ist, dass diese selten auf Anhieb klappen, kann man sich selbst so wunderbar in eine Spirale der Frustration manövrieren. Zelebrieren der Teilbewegungen Tanz entsteht dann, wenn Bewegungen im gleichmäßigen Fluss spielend ineinander übergehen. Tanz ist an den Tag gelegtes Rhythmusgefühl des Körpers. Würde sich in einem Musikstück der Takt und die Schlagzahl, das Tempo und die Geschwindigkeit alle 3 Sekunden ändern, so würden wir das Zusammenspiel der Töne und Instrumente nicht unbedingt als gefällig empfinden (außer man steht auf Jazz!). Ähnlich ist es beim Ablauf von Bewegungen im Sport. Every second counts Raum einnehmen, sich seiner Größe bewusst sein – das hat nicht nur etwas mit der räumlichen Komponente zu tun, sondern auch mit der zeitlichen. Je mehr man auch die notwendigen Teilbewegungen zu schätzen lernt, umso ästhetischer, sauberer und genauer wird man sie ausführen. Und dann ist es auf einmal auch nicht mehr schlimm, wenn man das Endergebnis nicht (immer) erreicht. Das Einnehmen der Grundhaltung, die tänzerisch notwendige Größe und Anspannung, die Vorbereitung des Körpers auf das, was da als nächstes kommt, ist schön! Je sauberer die Teilschritte ausgeführt werden, umso wahrscheinlicher ist es, dass man auch das Ziel erreichen wird. Ein Foto für jede Sekunde Im Unterricht sage ich oft, man möge sich im Spiegel betrachten. Dann, wenn man das Gefühl hat, ein außenstehender Beobachter könnte zu jeder Zeit ein Foto machen und das Ergebnis wäre nicht schlecht, sondern würde die Passion, die Leidenschaft, die Sauberkeit, die Ästhetik zeigen die der Sport und die Person in sich trägt, dann hat man den notwendigen Respekt für die Teilschritte walten lassen. If you stumble, make it part of the dance Und wenn man dies zum Grundsatz hat werden lassen, so kann man auch in scheinbar „missglückten“ Versuchen etwas Schönes sehen. Dann fällt niemandem auf, dass man eigentlich ein anderes Ziel vor Augen hatte, als man die Teilschritte auf dem Weg zum antizipierten Endergebnis ausgeführt hat. Denn dann ist jede Bewegung für sich so schön, so klar und so souverän, dass es fast schon egal ist, was man „eigentlich“ erreichen wollte.
09.06.2018
Nadine Rebel
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Foto: pixabay Personen, die sich in den Vordergrund drängen, sich mit fremden Federn schmücken, übertreiben, sich zu viel Raum nehmen, arrogant sind.... Zugegeben, das mag niemand gerne. Im Auge des Betrachters Dabei liegt aber alles im Auge des Betrachters. Manche Personen sind schon der Meinung, Selbstdarstellung wäre absolut gleichbedeutend mit den oben beschriebenen Verhaltensweisen. Das Wort „Selbstdarstellung“ ist so negativ behaftet, dass es schon wie eine Beleidigung und ein Schimpfwort verwendet wird. In einigen Kreisen ist es sogar ein institutionalisierter Begriff. Selbstdarstellung Die oben beschriebenen Verhaltensweisen haben aber im Grunde nichts mit einer Selbstdarstellung zu tun. Was ist ein Lebenslauf? Ja, eine Selbstdarstellung. Was ist die Wahl des bevorzugten Kleidungsstückes. Ja, eine Selbstdarstellung. Was ist das Erzählen dessen, was einen zu der Person gemacht hat, die man heute ist? Ja, eine Selbstdarstellung. Und wer könnte das besser als die Person, die eben ihr Leben lebt? Wenn alles faktisch belegbar ist, wenn alles zueinander passt, wenn sich die Mosaiksteine fügen und ein authentisches Gesamtbild ergeben, dann ist gegen Selbstdarstellung nichts einzuwenden. Wer kein klares Bild von sich zeichnen und entwerfen kann, darf nicht erwarten, dass die Umwelt sich eines machen kann. Nicht Fisch, nicht Fleisch! Nicht Fisch, nicht Fleisch! Gut, ist heutzutage auch kein Problem mehr, wo es doch sowieso immer mehr Veganer und Vegetarier gibt. Bitte keine schillernden Persönlichkeiten, man tappt dann doch lieber im Dunkeln. Ein Grottenolm kann eben mit einem Pfau wenig anfangen. Muss er auch nicht. Beide haben ihre Berechtigung. Aber der Grottenolm sollte dem Pfau nicht die Federn ausreißen wollen... Selbstdarstellung ist allerdings etwas ganz Natürliches und Notwendiges, was einem manche Menschen absprechen wollen. Sie beschränken die eigene Identität bzw. die Darstellung derer. Erzähle mir, wer Du bist, aber erzähle nicht zu viel, auch wenn es stimmt! Selbstdarstellung bedeutet, dass man eine klare Vorstellung von sich als Person hat und auch weiß, wie man gerne wahrgenommen werden wollen würde. Ob das dann immer so klappt, ist fraglich und kommt auf die Interaktionspartner an. Grundsätzlich ist gegen diesen Wunsch nichts einzuwenden. Eigentlich. Sprache, Mimik, Gestik, Kleidungsstil, Humor, Stil und Vorlieben, all dass gehört zu einer Person und zeichnet ein Bild von ihr. Je farbiger, desto besser. Aber manche Menschen bevorzugen grau, vor allem bei anderen Personen. (Nicht falsch verstehen, ich liebe die Farbe Grau!) Selbstdarstellung ist notwendig Ohne Selbstdarstellung geht es nicht. Ein Bäcker, der nicht auf die besondere Qualität seiner Backwaren hinweist, betreibt schlechtes Marketing, ein Autoverkäufer, der potentielle Kunden das Auto vorführt indem er sagt: „Ja mei, es ist ein Auto. Es kostet Geld. Es fährt. Was soll ich sonst dazu sagen?“ – wäre wohl nicht mehr lange beim Arbeitgeber? Das alles scheint uns verständlich. Dieses Verständnis hört auf, sobald es um die eigene Person geht. Erving Goffmann beschreibt in seinem Buch „Wir alle spielen Theater“ unter anderem auch die tägliche Inszenierung. Dabei erkennt und beschreibt er einen wesentlichen Unterschied. Ein Zuschauer erwartet und weiß, dass ihm oder ihr auf der Bühne Dinge vorgespielt und vorgetäuscht werden und wäre (mit Recht) bitter enttäuscht, wenn die Protagonisten ihren Job schlecht oder gar nicht machen würden. Im Leben versuchen wir Dinge darzustellen, die echt sind. Dann sind wir Selbstdarsteller (noch keine Angeber, noch keine Aufschneider, noch keine Hochstapler). Zugeschriebene Rollenkompetenz In den soziologischen Rollentheorien (ich bin im Moment zu faul den entsprechenden Wissenschaftler rauszusuchen – war es Talcott Parson?) sagt man, zugeschriebene Rollenkompetenz wirke identitätsstiftend. Bedeutet so viel wie: Wenn mir jemand glaubt, dass ich das, was ich tue auch kann, dann bestärkt mich das. Umgekehrt wird leider auch ein (häufig sehr beleidigender und drückender) Schuh daraus: Nimmt sich eine Person oder eine Institution oder eine Gruppe von Personen heraus, einer Person das, was sie kann und was sie tut, abzusprechen, es als irrelevant und nichtig hinzustellen, so wird somit auch die eigene Identität in Frage gestellt. Gerade wenn es nicht Staubkörner im Selbstbild, sondern Meilensteine im Leben sind, kann man diese der anderen Personen nicht absprechen oder als nichtig abtun. Raum einnehmen (dürfen) Zweifel dürfen aufkommen, gesundes Misstrauen ist gut. Wie sagt man schon so schön: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ – Lässt sich die bezweifelte Person dann allerdings mit sämtlichen Wassern aller Kontrollmechanismen waschen und löst sich dabei nicht wie ein Stück Würfelzucker auf, dann sollte man der Person ihre Identität auch zugestehen. Alles andere wäre arrogant und anmaßend. Und zwar nicht von der Person, die sich selbst darstellt.... In meiner Tätigkeit als Trainerin spreche ich oft vom „Raum einnehmen“ – dabei gilt dies sowohl in Vorbereitungen für freie Reden, als auch beim Tanzen und bei der Körpersprache. Jeder Mensch sollte Raum einnehmen können. So lange er diesen Raum mit Leben füllt und dabei niemand anderen ein- oder beschränkt, hat jede Person Anrecht auf ihr eigenes kleines Königreich. Verweigert man dies, kann man keine Einschätzungsobjektivität für sich beanspruchen, Neutralität und Offenheit schon gleich dreimal nicht. Erzähle mir, wie Du den Kuchen backst, aber erzähle mir nichts von den Zutaten!
10.05.2018
Nadine Rebel
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"Schlafen ist bequem, aber Erwachen ist interessant." Hazrat Inayat Khan (1882-1927), indischer Sufi-Meister Viele Sachverhalte lassen sich metaphorisch gut darstellen. Die durch Worte gemalten Bilder regen die Phantasie an, gestalten Gedanken bunt, füllen sie mit persönlichen Erfahrungen. Dies hilft beim Erklären von Pole- und Aerial Hoop Tricks, Yoga- und Pilatesübungen und manchmal auch dabei, komplizierte Entwicklungen in leicht verdauliche und verständliche Häppchen zu zerschneiden. Erklärt man die richtige Haltung für eine Kniebeuge, so kann man sich gut der Methapher der ungepflegten Autobahnraststätten-Toilette bedienen: Die Schüssel treffen aber unter keinen Umständen berühren.... Im Pilates gibt es die "Säge" als Figur, im Yoga sind es die Pflanzen und Tiere, die uns bildlich erklären sollen, wie etwas auszusehen hat. Im Pole benutze ich häufig die Methapher "Stell' Dir vor, du fährst im Auto über Kopfsteinpflaster während Du einen enormen Harndrang hast." Das führt automatisch dazu, dass die Beckenbodenmuskulatur aktiviert wird und die untere Bauchmuskulatur anfängt zu arbeiten. Das alles fiel mir heute ein, als eine weitere Metapher im Austausch mit einer lieben Freundin entstand. Man hätte die Hoffnung, dass die Leute aufwachen würden. Es wurde die Frage gestellt, ob man die Leute vielleicht nicht aufwecken müsse? Das ist ein gutes Bild! Personen können von selbst aufwachen, weil es Zeit ist und der Körper/Geist bereit ist dafür, oder Personen können geweckt werden. Meistens empfinden Personen ein gewaltsames Reißen aus dem Schlaf nicht als unbedingt nett. Selbst wenn es nötig ist (weil Gefahr droht, weil man sonst etwas Wichtiges verpassen würde oder irgendwohin zu spät kommen würde), ist die erste Reaktion doch meist Ärger und Zorn auf den, der die Person geweckt hat. Möchte man den (ungerechtfertigten, aber verständlichen) Zorn und Ärger nicht auf sich ziehen, so muss man zusehen, wie die Leute schlafen und darauf hoffen, dass sie rechtzeitig selbst aufwachen. Und wenn Leute schlafen, dann muss man leise sein. Das gebietet die Höflichkeit und der Respekt. Fotocredit: Pixabay
22.04.2018
Nadine Rebel
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"Nee, Yoga ist nix für mich! Weißt Du, ich bin nicht so der Typ der im Kreis sitzt und "om" sagt." In 9 von 10 Fällen hört man diesen Satz, wenn man die Frage beantwortet, was der Kunde/Interessent - die Kundin/Interessentin denn noch so tun könnte, um gleichzeitig Kraft und Flexibilität zu verbessern und man daraufhin "Yoga" empfiehlt. Wir sitzen nicht nur im Kreis und sagen "Om" Passionierten Yogis und ganz einfachen Yoga-Instruktoren tut diese Entgegnung dann fast ein bisschen weh. Denn Yoga ist ungefähr alles, aber eben bei weitem mehr als "im Kreis sitzen und om sagen." Esoterik und Übersinnlichkeit? Ja, es gibt die Yogis, die transzendental entrückt zu sein scheinen. Ja, es gibt die Personen, die meinen mit einem Mantra-Gesang ginge alles besser - ganz unabhängig von den eigenen Gesangskünsten. Ja, es gibt die der westlichen Welt und ihrer Philosophie entfernt lebenden Personen, die immer ein bisschen stoned erscheinen und gerne gefragt oder ungefragt über ihr inneres Gleich- oder Ungleichgewicht spekulieren und die Gründe dabei in der Lebensgeschichte suchen, die natürlich mitgeteilt werden muss, um aufgearbeitet werden zu können. Vielleicht gehört Yoga ja tatsächlich so. Dann habe ich bisher (und darüber bin ich sehr froh!) nur andere Yoga-Ausbilder gehabt. Und ich sage hier bewusst "Ausbilder" und spreche nicht von Meistern und Meisterinnnen. Dinge, die ich auf meiner Yogareise mitbekommen und mitgenommen habe, sind: Anspannung und Entspannung sind wichtig. Man sollte sich bewusst für eine Yoga-Einheit Zeit nehmen. Je länger und ordentlicher man Yoga praktiziert, umso anstrengender wird es. Man sollte die eigenen Grenzen kennenlernen und stets versuchen, diese zu überwinden und neu zu setzen. Yoga ist anstrengend. Yoga verursacht genauso Muskelkater wie alle anderen Sportarten. Alles kann, nichts muss. Auch eine weltlich intrepretierte Sichtweise von Yoga ist Yoga. Erfahrungen, die ich persönlich machen konnte (und ich praktiziere Yoga nun sogar schon länger ls Pole oder Hoop): Nach einer guten Yogastunde fühlt man sich wie "innerlich geduscht". Yoga verbessert sowohl die Kraft als auch die Flexibilität Die Atemübungen tragen zur Leistungsfähigkeit bei Man kann lernen, den Körper besser zu steuern. Yoga ist tatsächlich etwas für Körper und Seele Was ich persönlich nicht mag: Yogis, die von Anfang an auf "körperliche Nähe" setzen. Zu viel Esoterik (wobei "zu viel" eben immer Definitionssache ist) Mantra-Singen Verbote (die Haltung nicht im Spiegel überprüfen zu dürfen) Pflichten (da müssen jetzt alle mitmachen, das ist ganz wichtig für den Gruppen-Spirit) Auf alle Fälle liebe ich Yoga und kann es jedem, der seine Kraft und Flexibilität verbessern will, genauso empfehlen, wie jede andere dafür "auserwählte" Sportart. Wenn ihr mal zu uns ins Yoga kommt, müsst ihr auch keine Angst haben, dass ich Euch mit Mantragesang quäle.
16.02.2018
Nadine Rebel
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"Die Ästhetik der Kunstform Tanz lässt sich durch wissenschaftliche Untersuchungen nicht erklären." (aus dem Buch "Dance Anatomie", Seite 1 - ISBN: 978-3-7679-1046-1) .....also werde ich nicht versuchen, es zu tun. Aber vielleicht liegt es genau daran. Tanz ist Hingabe, Tanz ist Gefühl, Tanz ist Charakter, Tanz ist Seele. Kann man Gefühle, Charakter, Hingabe und Seele wissenschaftlich definieren? Vielleicht in Teilen, aber eben nicht im Ganzen. Technisch perfekter Tanz ohne Seele kickt mich nicht. Seele ohne Technik ist aber auch nicht die Lösung. Wie kann man also versuchen, die Potentiale der inneren Schönheit in der Kunst- und Ausdrucksform "Tanz" nach außen zu tragen? Zeit und Raum sind wesentliche Bestandteile für mich. Den Bewegungen Zeit geben, sie zelebrieren, Raum einnehmen, sich groß machen und den Raum, der einem zur Verfügung steht, einnehmen. Nicht zögerlich, nicht bittend, sondern mir einer selbstbewussten Selbstverständlichkeit. Jede Bewegung verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Eine Drehung, ein Climb, ein Lift - ganz egal ob im Hoop oder an der Pole oder im puren Floorwork besteht aus Anfang, Hauptteil und Ende. Oftmals kann man beobachten, dass das Hauptaugenmerk auf den Mittelteil, den ja hier auch benannten Hauptteil gelegt wird. Der Anfang verhungert, auf das Ende wird kein Wert gelegt. Vielleicht, weil man nicht so viel Zeit damit verbraten möchte? Vielleicht, weil man gedanklich schon im nächsten Move steckt? Vielleicht, weil man in möglichst wenig Zeit möglichst viele Hauptteile packen will? Man gibt sich im Alltag so selten Raum. Alles muss schnell gehen. Ergebnisse müssen stimmen. Leistung ist, was man in guter Qualität in möglichst kurzer Zeit schafft. Die Ästhetik hat keinen Platz in diesen Erwartungshaltungen. Muss sie auch nicht. Aber im Tanz, im Studio, in der Zeit, die ein Mensch mit sich und seinem Körper verbringt, da darf man sich Raum und Zeit nehmen. Selbstverständlich Bewegungen zelebrieren, die Größe des eigenen Charakters wahrnehmen, Raum einnehmen. Vielleicht liegt darin auch ein bisschen das begründet, was als Ästhetik wahrgenommen wird?

Unser Studio ist hier:

CrazySports Augsburg®

Tattenbachstraße 30
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(tel. 08:00-16:00 Uhr,

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