CrazySports Augsburg - Was wir bieten
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Das etwas andere Sportstudio
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15.07.2018
Nadine Rebel
Keine Kommentare
„Der Weg ist das Ziel.“ –  „Wenn Du es eilig hast, lass’ Dir Zeit.“ – „Arbeite konzentriert.“ Alle diese Aussagen haben ihre Berechtigung und doch vernachlässigen sie einen wichtigen Aspekt des Weges und der Zeit: Respekt, Ästhetik und das Auskosten dessen, was gerade ist. Kraftreservenökonomie Was sehr kryptisch klingt, ist das Ergebnis von Beobachtungen beim Erlernen neuer Moves (an der Pole, im Hoop, beim Yoga, im Tanz). Vor dem geistigen Auge steht das Ziel des Endergebnisses. Ziel ist die Figur, der Move, der am Ende klappen soll. Auf dem Weg dorthin werden somit manchmal wichtige Punkte vernachlässigt oder vergessen. Das ist ganz selten böse Absicht, sondern vielmehr das Resultat des Zusammenspiels von Kraftreservenökonomie, Aufregung und mentaler Anspannung. Anfangs muss man sich die Kraft einteilen. Und da der Großteil der Kraft für die neue Bewegung zur Verfügung stehen soll, muss man eben schnell durch die Teilschritte hetzen. Unsicherheit attackiert Souveränität Dazu kommt die Anspannung, die Aufregung: Wird es klappen? Tut diese neue Figur weh? Brauche ich dafür Fähigkeiten, die ich jetzt noch nicht abschätzen kann: Abwesenheit von Angst, Flexibilität, Kraft in bestimmten Bereichen des Körpers? Diese Fragen verursachen Unsicherheit. Unsicherheit führt zum Verlust von Souveränität. Dieses Phänomen kann aber auch dazu führen, dass Tricks und Figuren, die Voraussetzungen für andere Figuren darstellen, auf einmal besser klappen, weil sie gar nicht mehr so sehr im Fokus der Aufmerksamkeit stehen, sondern mitunter als „notwendiges Übel“ auf dem Weg zum eigentlichen Ziel gesehen werden. Wenn Teilschritte zur Selbstverständlichkeit werden Will man an der Pole beispielsweise eine Figur üben, deren Voraussetzung der Inside oder Outside Leg Hang, oder gar der Superman ist, so kann man beobachten, dass auf einmal die schmerzhaften Druckpunkte und die brennende Haut mental ausklammert. Ähnlich sieht es im Hoop aus: Lifts und Mounts, kraftraubende und manchmal verhasste Übel, werden auf dem Weg zur nächsthöheren Figur – im wahrsten Sinne des Wortes – einfach gemacht. Manchmal stellt man sogar fest, dass diese Figuren wie von Zauberhand besser funktionieren und wieder und wieder trainiert und ausgeführt werden, weil sie auf dem Weg zur Endfigur einfach sein müssen und eine Prämisse darstellen, an der man nicht vorbei kommt. Zwei Seiten Allerdings gibt es wie bei fast allen Dingen auch hier zwei Seiten. Die Wertschätzung dessen, was man so „nebenbei“ macht, kommt zu kurz. Der Respekt für den körperlichen Aufwand sinkt, was gestern noch als ein hochgestecktes Ziel galt, ist heute einfach nur ein Muss auf dem Weg zu einem neuen Ziel. Man entwickelt sich weiter, Ziele werden höher gesteckt, das Können und die Fertigkeiten nehmen zu. Und doch ist es den wichtigen Teilschritten gegenüber unfair. Jeder Schritt auf dem Weg zum Erfolg hat Respekt und Wertschätzung verdient. Der Fokus und das Selbstwertgefühl War man gestern noch stolz darauf, Figur A (endlich) geschafft zu haben, so scheint sie heute kaum mehr beachtet zu werden. Sie wurde auf dem Weg zum nächsten Ziel zur Selbstverständlichkeit. Nicht nur das, was in Zukunft vielleicht einmal sein kann ist wichtig, sondern auch das, was man schon erreicht hat, was man sich erarbeitet hat. Legt man den Fokus nur auf noch zu erreichende Ziele, so wird man immer mit dem Gefühl der Unzulänglichkeit zurückgelassen. Und da es zu Beginn des Trainings neuer Figuren normal ist, dass diese selten auf Anhieb klappen, kann man sich selbst so wunderbar in eine Spirale der Frustration manövrieren. Zelebrieren der Teilbewegungen Tanz entsteht dann, wenn Bewegungen im gleichmäßigen Fluss spielend ineinander übergehen. Tanz ist an den Tag gelegtes Rhythmusgefühl des Körpers. Würde sich in einem Musikstück der Takt und die Schlagzahl, das Tempo und die Geschwindigkeit alle 3 Sekunden ändern, so würden wir das Zusammenspiel der Töne und Instrumente nicht unbedingt als gefällig empfinden (außer man steht auf Jazz!). Ähnlich ist es beim Ablauf von Bewegungen im Sport. Every second counts Raum einnehmen, sich seiner Größe bewusst sein – das hat nicht nur etwas mit der räumlichen Komponente zu tun, sondern auch mit der zeitlichen. Je mehr man auch die notwendigen Teilbewegungen zu schätzen lernt, umso ästhetischer, sauberer und genauer wird man sie ausführen. Und dann ist es auf einmal auch nicht mehr schlimm, wenn man das Endergebnis nicht (immer) erreicht. Das Einnehmen der Grundhaltung, die tänzerisch notwendige Größe und Anspannung, die Vorbereitung des Körpers auf das, was da als nächstes kommt, ist schön! Je sauberer die Teilschritte ausgeführt werden, umso wahrscheinlicher ist es, dass man auch das Ziel erreichen wird. Ein Foto für jede Sekunde Im Unterricht sage ich oft, man möge sich im Spiegel betrachten. Dann, wenn man das Gefühl hat, ein außenstehender Beobachter könnte zu jeder Zeit ein Foto machen und das Ergebnis wäre nicht schlecht, sondern würde die Passion, die Leidenschaft, die Sauberkeit, die Ästhetik zeigen die der Sport und die Person in sich trägt, dann hat man den notwendigen Respekt für die Teilschritte walten lassen. If you stumble, make it part of the dance Und wenn man dies zum Grundsatz hat werden lassen, so kann man auch in scheinbar „missglückten“ Versuchen etwas Schönes sehen. Dann fällt niemandem auf, dass man eigentlich ein anderes Ziel vor Augen hatte, als man die Teilschritte auf dem Weg zum antizipierten Endergebnis ausgeführt hat. Denn dann ist jede Bewegung für sich so schön, so klar und so souverän, dass es fast schon egal ist, was man „eigentlich“ erreichen wollte.
09.06.2018
Nadine Rebel
Keine Kommentare
Foto: pixabay Personen, die sich in den Vordergrund drängen, sich mit fremden Federn schmücken, übertreiben, sich zu viel Raum nehmen, arrogant sind.... Zugegeben, das mag niemand gerne. Im Auge des Betrachters Dabei liegt aber alles im Auge des Betrachters. Manche Personen sind schon der Meinung, Selbstdarstellung wäre absolut gleichbedeutend mit den oben beschriebenen Verhaltensweisen. Das Wort „Selbstdarstellung“ ist so negativ behaftet, dass es schon wie eine Beleidigung und ein Schimpfwort verwendet wird. In einigen Kreisen ist es sogar ein institutionalisierter Begriff. Selbstdarstellung Die oben beschriebenen Verhaltensweisen haben aber im Grunde nichts mit einer Selbstdarstellung zu tun. Was ist ein Lebenslauf? Ja, eine Selbstdarstellung. Was ist die Wahl des bevorzugten Kleidungsstückes. Ja, eine Selbstdarstellung. Was ist das Erzählen dessen, was einen zu der Person gemacht hat, die man heute ist? Ja, eine Selbstdarstellung. Und wer könnte das besser als die Person, die eben ihr Leben lebt? Wenn alles faktisch belegbar ist, wenn alles zueinander passt, wenn sich die Mosaiksteine fügen und ein authentisches Gesamtbild ergeben, dann ist gegen Selbstdarstellung nichts einzuwenden. Wer kein klares Bild von sich zeichnen und entwerfen kann, darf nicht erwarten, dass die Umwelt sich eines machen kann. Nicht Fisch, nicht Fleisch! Nicht Fisch, nicht Fleisch! Gut, ist heutzutage auch kein Problem mehr, wo es doch sowieso immer mehr Veganer und Vegetarier gibt. Bitte keine schillernden Persönlichkeiten, man tappt dann doch lieber im Dunkeln. Ein Grottenolm kann eben mit einem Pfau wenig anfangen. Muss er auch nicht. Beide haben ihre Berechtigung. Aber der Grottenolm sollte dem Pfau nicht die Federn ausreißen wollen... Selbstdarstellung ist allerdings etwas ganz Natürliches und Notwendiges, was einem manche Menschen absprechen wollen. Sie beschränken die eigene Identität bzw. die Darstellung derer. Erzähle mir, wer Du bist, aber erzähle nicht zu viel, auch wenn es stimmt! Selbstdarstellung bedeutet, dass man eine klare Vorstellung von sich als Person hat und auch weiß, wie man gerne wahrgenommen werden wollen würde. Ob das dann immer so klappt, ist fraglich und kommt auf die Interaktionspartner an. Grundsätzlich ist gegen diesen Wunsch nichts einzuwenden. Eigentlich. Sprache, Mimik, Gestik, Kleidungsstil, Humor, Stil und Vorlieben, all dass gehört zu einer Person und zeichnet ein Bild von ihr. Je farbiger, desto besser. Aber manche Menschen bevorzugen grau, vor allem bei anderen Personen. (Nicht falsch verstehen, ich liebe die Farbe Grau!) Selbstdarstellung ist notwendig Ohne Selbstdarstellung geht es nicht. Ein Bäcker, der nicht auf die besondere Qualität seiner Backwaren hinweist, betreibt schlechtes Marketing, ein Autoverkäufer, der potentielle Kunden das Auto vorführt indem er sagt: „Ja mei, es ist ein Auto. Es kostet Geld. Es fährt. Was soll ich sonst dazu sagen?“ – wäre wohl nicht mehr lange beim Arbeitgeber? Das alles scheint uns verständlich. Dieses Verständnis hört auf, sobald es um die eigene Person geht. Erving Goffmann beschreibt in seinem Buch „Wir alle spielen Theater“ unter anderem auch die tägliche Inszenierung. Dabei erkennt und beschreibt er einen wesentlichen Unterschied. Ein Zuschauer erwartet und weiß, dass ihm oder ihr auf der Bühne Dinge vorgespielt und vorgetäuscht werden und wäre (mit Recht) bitter enttäuscht, wenn die Protagonisten ihren Job schlecht oder gar nicht machen würden. Im Leben versuchen wir Dinge darzustellen, die echt sind. Dann sind wir Selbstdarsteller (noch keine Angeber, noch keine Aufschneider, noch keine Hochstapler). Zugeschriebene Rollenkompetenz In den soziologischen Rollentheorien (ich bin im Moment zu faul den entsprechenden Wissenschaftler rauszusuchen – war es Talcott Parson?) sagt man, zugeschriebene Rollenkompetenz wirke identitätsstiftend. Bedeutet so viel wie: Wenn mir jemand glaubt, dass ich das, was ich tue auch kann, dann bestärkt mich das. Umgekehrt wird leider auch ein (häufig sehr beleidigender und drückender) Schuh daraus: Nimmt sich eine Person oder eine Institution oder eine Gruppe von Personen heraus, einer Person das, was sie kann und was sie tut, abzusprechen, es als irrelevant und nichtig hinzustellen, so wird somit auch die eigene Identität in Frage gestellt. Gerade wenn es nicht Staubkörner im Selbstbild, sondern Meilensteine im Leben sind, kann man diese der anderen Personen nicht absprechen oder als nichtig abtun. Raum einnehmen (dürfen) Zweifel dürfen aufkommen, gesundes Misstrauen ist gut. Wie sagt man schon so schön: „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ – Lässt sich die bezweifelte Person dann allerdings mit sämtlichen Wassern aller Kontrollmechanismen waschen und löst sich dabei nicht wie ein Stück Würfelzucker auf, dann sollte man der Person ihre Identität auch zugestehen. Alles andere wäre arrogant und anmaßend. Und zwar nicht von der Person, die sich selbst darstellt.... In meiner Tätigkeit als Trainerin spreche ich oft vom „Raum einnehmen“ – dabei gilt dies sowohl in Vorbereitungen für freie Reden, als auch beim Tanzen und bei der Körpersprache. Jeder Mensch sollte Raum einnehmen können. So lange er diesen Raum mit Leben füllt und dabei niemand anderen ein- oder beschränkt, hat jede Person Anrecht auf ihr eigenes kleines Königreich. Verweigert man dies, kann man keine Einschätzungsobjektivität für sich beanspruchen, Neutralität und Offenheit schon gleich dreimal nicht. Erzähle mir, wie Du den Kuchen backst, aber erzähle mir nichts von den Zutaten!
10.05.2018
Nadine Rebel
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"Schlafen ist bequem, aber Erwachen ist interessant." Hazrat Inayat Khan (1882-1927), indischer Sufi-Meister Viele Sachverhalte lassen sich metaphorisch gut darstellen. Die durch Worte gemalten Bilder regen die Phantasie an, gestalten Gedanken bunt, füllen sie mit persönlichen Erfahrungen. Dies hilft beim Erklären von Pole- und Aerial Hoop Tricks, Yoga- und Pilatesübungen und manchmal auch dabei, komplizierte Entwicklungen in leicht verdauliche und verständliche Häppchen zu zerschneiden. Erklärt man die richtige Haltung für eine Kniebeuge, so kann man sich gut der Methapher der ungepflegten Autobahnraststätten-Toilette bedienen: Die Schüssel treffen aber unter keinen Umständen berühren.... Im Pilates gibt es die "Säge" als Figur, im Yoga sind es die Pflanzen und Tiere, die uns bildlich erklären sollen, wie etwas auszusehen hat. Im Pole benutze ich häufig die Methapher "Stell' Dir vor, du fährst im Auto über Kopfsteinpflaster während Du einen enormen Harndrang hast." Das führt automatisch dazu, dass die Beckenbodenmuskulatur aktiviert wird und die untere Bauchmuskulatur anfängt zu arbeiten. Das alles fiel mir heute ein, als eine weitere Metapher im Austausch mit einer lieben Freundin entstand. Man hätte die Hoffnung, dass die Leute aufwachen würden. Es wurde die Frage gestellt, ob man die Leute vielleicht nicht aufwecken müsse? Das ist ein gutes Bild! Personen können von selbst aufwachen, weil es Zeit ist und der Körper/Geist bereit ist dafür, oder Personen können geweckt werden. Meistens empfinden Personen ein gewaltsames Reißen aus dem Schlaf nicht als unbedingt nett. Selbst wenn es nötig ist (weil Gefahr droht, weil man sonst etwas Wichtiges verpassen würde oder irgendwohin zu spät kommen würde), ist die erste Reaktion doch meist Ärger und Zorn auf den, der die Person geweckt hat. Möchte man den (ungerechtfertigten, aber verständlichen) Zorn und Ärger nicht auf sich ziehen, so muss man zusehen, wie die Leute schlafen und darauf hoffen, dass sie rechtzeitig selbst aufwachen. Und wenn Leute schlafen, dann muss man leise sein. Das gebietet die Höflichkeit und der Respekt. Fotocredit: Pixabay
22.04.2018
Nadine Rebel
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"Nee, Yoga ist nix für mich! Weißt Du, ich bin nicht so der Typ der im Kreis sitzt und "om" sagt." In 9 von 10 Fällen hört man diesen Satz, wenn man die Frage beantwortet, was der Kunde/Interessent - die Kundin/Interessentin denn noch so tun könnte, um gleichzeitig Kraft und Flexibilität zu verbessern und man daraufhin "Yoga" empfiehlt. Wir sitzen nicht nur im Kreis und sagen "Om" Passionierten Yogis und ganz einfachen Yoga-Instruktoren tut diese Entgegnung dann fast ein bisschen weh. Denn Yoga ist ungefähr alles, aber eben bei weitem mehr als "im Kreis sitzen und om sagen." Esoterik und Übersinnlichkeit? Ja, es gibt die Yogis, die transzendental entrückt zu sein scheinen. Ja, es gibt die Personen, die meinen mit einem Mantra-Gesang ginge alles besser - ganz unabhängig von den eigenen Gesangskünsten. Ja, es gibt die der westlichen Welt und ihrer Philosophie entfernt lebenden Personen, die immer ein bisschen stoned erscheinen und gerne gefragt oder ungefragt über ihr inneres Gleich- oder Ungleichgewicht spekulieren und die Gründe dabei in der Lebensgeschichte suchen, die natürlich mitgeteilt werden muss, um aufgearbeitet werden zu können. Vielleicht gehört Yoga ja tatsächlich so. Dann habe ich bisher (und darüber bin ich sehr froh!) nur andere Yoga-Ausbilder gehabt. Und ich sage hier bewusst "Ausbilder" und spreche nicht von Meistern und Meisterinnnen. Dinge, die ich auf meiner Yogareise mitbekommen und mitgenommen habe, sind: Anspannung und Entspannung sind wichtig. Man sollte sich bewusst für eine Yoga-Einheit Zeit nehmen. Je länger und ordentlicher man Yoga praktiziert, umso anstrengender wird es. Man sollte die eigenen Grenzen kennenlernen und stets versuchen, diese zu überwinden und neu zu setzen. Yoga ist anstrengend. Yoga verursacht genauso Muskelkater wie alle anderen Sportarten. Alles kann, nichts muss. Auch eine weltlich intrepretierte Sichtweise von Yoga ist Yoga. Erfahrungen, die ich persönlich machen konnte (und ich praktiziere Yoga nun sogar schon länger ls Pole oder Hoop): Nach einer guten Yogastunde fühlt man sich wie "innerlich geduscht". Yoga verbessert sowohl die Kraft als auch die Flexibilität Die Atemübungen tragen zur Leistungsfähigkeit bei Man kann lernen, den Körper besser zu steuern. Yoga ist tatsächlich etwas für Körper und Seele Was ich persönlich nicht mag: Yogis, die von Anfang an auf "körperliche Nähe" setzen. Zu viel Esoterik (wobei "zu viel" eben immer Definitionssache ist) Mantra-Singen Verbote (die Haltung nicht im Spiegel überprüfen zu dürfen) Pflichten (da müssen jetzt alle mitmachen, das ist ganz wichtig für den Gruppen-Spirit) Auf alle Fälle liebe ich Yoga und kann es jedem, der seine Kraft und Flexibilität verbessern will, genauso empfehlen, wie jede andere dafür "auserwählte" Sportart. Wenn ihr mal zu uns ins Yoga kommt, müsst ihr auch keine Angst haben, dass ich Euch mit Mantragesang quäle.
16.02.2018
Nadine Rebel
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"Die Ästhetik der Kunstform Tanz lässt sich durch wissenschaftliche Untersuchungen nicht erklären." (aus dem Buch "Dance Anatomie", Seite 1 - ISBN: 978-3-7679-1046-1) .....also werde ich nicht versuchen, es zu tun. Aber vielleicht liegt es genau daran. Tanz ist Hingabe, Tanz ist Gefühl, Tanz ist Charakter, Tanz ist Seele. Kann man Gefühle, Charakter, Hingabe und Seele wissenschaftlich definieren? Vielleicht in Teilen, aber eben nicht im Ganzen. Technisch perfekter Tanz ohne Seele kickt mich nicht. Seele ohne Technik ist aber auch nicht die Lösung. Wie kann man also versuchen, die Potentiale der inneren Schönheit in der Kunst- und Ausdrucksform "Tanz" nach außen zu tragen? Zeit und Raum sind wesentliche Bestandteile für mich. Den Bewegungen Zeit geben, sie zelebrieren, Raum einnehmen, sich groß machen und den Raum, der einem zur Verfügung steht, einnehmen. Nicht zögerlich, nicht bittend, sondern mir einer selbstbewussten Selbstverständlichkeit. Jede Bewegung verdient die gleiche Aufmerksamkeit. Eine Drehung, ein Climb, ein Lift - ganz egal ob im Hoop oder an der Pole oder im puren Floorwork besteht aus Anfang, Hauptteil und Ende. Oftmals kann man beobachten, dass das Hauptaugenmerk auf den Mittelteil, den ja hier auch benannten Hauptteil gelegt wird. Der Anfang verhungert, auf das Ende wird kein Wert gelegt. Vielleicht, weil man nicht so viel Zeit damit verbraten möchte? Vielleicht, weil man gedanklich schon im nächsten Move steckt? Vielleicht, weil man in möglichst wenig Zeit möglichst viele Hauptteile packen will? Man gibt sich im Alltag so selten Raum. Alles muss schnell gehen. Ergebnisse müssen stimmen. Leistung ist, was man in guter Qualität in möglichst kurzer Zeit schafft. Die Ästhetik hat keinen Platz in diesen Erwartungshaltungen. Muss sie auch nicht. Aber im Tanz, im Studio, in der Zeit, die ein Mensch mit sich und seinem Körper verbringt, da darf man sich Raum und Zeit nehmen. Selbstverständlich Bewegungen zelebrieren, die Größe des eigenen Charakters wahrnehmen, Raum einnehmen. Vielleicht liegt darin auch ein bisschen das begründet, was als Ästhetik wahrgenommen wird?
18.01.2018
Nadine Rebel
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Bemerkenswert! Nach einigen Jahren der Zielsetzung "Höher, schneller, weiter, verrückter, unmenschlicher" im Polesport, werden nun die Stimmen derer laut, die die menschliche Größe besitzen, Fehler, Misserfolge und falsche Zielsetzungen einzugestehen. Chronische Schmerzen die in Kauf genommen werden und wurden, nur um noch ein weiteres Bild bei Instagram oder Facebook posten zu können. Der Körper zollt Tribut. Oftmals habe ich mich selbst gefragt, ob meine Weigerung hier mitzumachen oder mitmachen zu können aus dem "Neid der Besitzlosen" entspringt. Ich kann es nicht. Ich werde es nicht können und ich habe mich oftmals auch geweigert, es meinen Kundinnen beizubringen. Aus Verantwortung. Aus Rücksicht. Mit dem Blick auf die Kosten und möglichen Spätfolgen.  Wenn Kundinnen partout darauf bestanden, die wildesten Figuren ausprobieren zu wollen, habe ich sie vor die Entscheidung gestellt: Ich kann es Dir erklären, ich kann Dir sagen, wie Du in diese Figur kommst. Ich selbst kann sie nicht und ich werde sie auch nicht können. Wenn Du bereit bist für dieses eine Foto einen Bandscheibenvorfall zu riskieren, dann kann ich es Dir zeigen. Entscheide! Machen wir den Sport aus Liebe und Leidenschaft oder nur, weil wir am chronischen Anerkennungshunger leiden? Trainerausbildungen bei CrazySports Augsburg - mit Wissen und Verantwortung
Trainerausbildungen warum? Ein Trainer muss weit mehr beherrschen als die Kompetenz der sportlichen Materie. Das gilt in jeder Sportart, so auch für Poledance und Aerial Hoop. Mittlerweile gibt es zahlreiche Trainerausbildungen. Sie differieren in ihrer Länge und den Inhalten und letztlich muss jeder angehende Trainer selbst entscheiden, welche Ausbildung ihr oder ihm am ehesten zusagt. Oftmals sind es natürlich auch finanzielle Gründe, die eine Person zur einen oder anderen Ausbildung und deren Anbieter tendieren lassen, doch sollten diese Gründe für einen angehenden verantwortungsbewussten Trainer oder eine Trainerin nicht ausschließlich entscheidungsweisend sein. In einer Trainerausbildung lernt man weniger neue sportliche Kompetenzen denn vielmehr den Umgang mit den Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die didaktischen Grundlagen des richtigen Erklärens und den psychologischen Umgang mit unterschiedlichen Charakteren. Ebenso wird auf die Themengebiete „Hilfestellung“, „Präsenz des Trainers“, „natürliche Autorität“, „Trainerpersönlichkeit“, „Umgang mit Unfällen und Verletzungen“, „Warm-up und Cool-Down“ eingegangen. Ein Trainer übernimmt in gewisser Weise für seine Teilnehmer und Teilnehmerinnen Verantwortung während diese sich in seiner oder ihrer Kurseinheit befinden. Auf diese Aufgabe heißt es vorbereitet zu sein.  Kurz und knackig  Nein, ich meine nicht die Klamotten, ich beziehe mich auf die Länge der Ausbildungen. Im Grunde lernt man das Lehren erst mit vielen Jahren der Erfahrung, aber jeder fängt einmal an. Das Fundament welches für und in den neuen Trainer oder die neue Trainerin gelegt werden soll, muss gut sein. Der Bauplatz sicher gewählt. Aus diesem Grunde überprüfen wir VORHER die Voraussetzungen. Arrogante Ziefer Ja, das mag einigen arrogant erscheinen, dass man sich da als Ausbildungsanbieter die Freiheit und Entscheidungsbefugnis herausnimmt, zu urteilen, wen man überhaupt zur Ausbildung zulässt und wen nicht. Ein Trainer oder eine Trainerin muss Vorbild für die teilnehmenden Personen sein. Immer. Jeden verdammten Tag. Ob mit Regelbeschwerden oder kalten Füßen, privaten Problemen oder Geldsorgen. Ganz egal. Das hat die Kunden nicht zu interessieren. Ein Trainer muss bereit sein 150% zu geben. Immer. Sind die Grundvoraussetzungen nicht gegeben, so bringen 2 Tage Ausbildung auch nix. Erkenntnis: Ich bin zu blöd zum Lernen Nun gut, wir sprechen ja nicht von 2 Tagen sondern von 3 bzw. 4 Tagen. Und das pro Level. Ich frage mich ernsthaft wie man binnen 2 Tagen, 16 Zeitstunden (inkl. Prüfung), knapp unter 100 Figuren  für Anfänger UND Fortgeschrittene lernen und dabei noch die theoretischen Grundlagen der Studioreinrichtung, der Anatomie, des Class-Managements, die richtige Hilfestellung, Kombinationen und Transitions, Warm-up, Cool-Down etc. aufnehmen können soll? Irgendetwas muss ich grundlegend falsch machen, denn ich kann weder selbst so schnell lernen, noch so schnell lehren und 40 Figuren an einem Tag, das schaffe ich auch nicht. Weder diese selbst zu machen, noch zu erklären, wie jemand anderes diese unterrichten können sollte.... Doppelt so lang - doppelt so teuer Wer billig kauft, kauft doppelt. Leider ist diese Erkenntnis auf den Ausbildungsbereich für Trainer nicht ganz anzuwenden. Hier gilt: Hauptsache ein Blatt Papier, welches mir sagt, dass ich Trainer, Professor, Experte, Allwissender oder sonst was bin. Unsere Trainerausbildungen sind doppelt so lang und doppelt so teuer - shame on me! Skrupellos Wenn ich so skrupellos wäre, dann würde ich es gleich anders machen: Ein Blatt Papier für 500€, anwesend müsst ihr gar nicht mehr sein. Nee, geht leider nicht und vorher wollen wir auch wissen, ob ihr Euch schon mal mit der Materie auseinandergesetzt habt. Die einen nennen es arrogant, die anderen nennen es Verantwortungsbewusstsein. Werbungwww.crazy-sports-augsburg.com/trainerausbildung Kaffee Diese Gedanken mussten erstmal zu Papier gebracht werden, VOR dem Kaffee. Wer also Tippfehler findet, der darf sie behalten oder mich darauf hinweisen. Guten Morgen.
18.05.2017
Nadine Rebel
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14.05.2017
Nadine Rebel
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Foto: Jürgen Menter Hallo ihr Lieben, als Autorin (Bücher: "Fit for work für Frauen" - "Work-Life-Balance für freche Frauen" - "Poledance Passion" - "Themenbrief Mitarbeiterführung"....) juckt es immer mal wieder in den Fingern und Sinniges, Unsinniges, Philosophisches und (mehr oder weniger) wirre Gedanken wollen zu Papier gebracht werden. Viele dieser geistigen Ergüsse findet ihr in diversen sport- und polespezifischen Magazinen (Shape up, Pole Art Magazine etc.). Einiges passt da nicht hin, landet auf den Seiten von Rebel-Management-Training oder wird zu "Papier" gebracht und versumpft. Eure lieben Feedbacks waren der Auslöser für diesen Blog. Gerne dürft ihr mir Themenvorschläge senden, wenn Euch dazu meine bescheidene Meinung interessiert. Ich freue mich drauf. Liebe Grüße Eure Nadine

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